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Thema Wind und Wende

04. Sep. 17

Der Energiewende-Check: Joachim Herrmann

Strompreisbremse, Landschaftsschutz, Erdkabel: Die CSU setzt in der Energiepolitik eigene Akzente. Ihr Spitzenkandidat hatte mit dem Thema bislang nur am Rande zu tun.

Die CSU zieht mit einem eigenen Spitzenkandidaten in die Bundestagswahl: Der Landesinnenminister aus Bayern, Joachim Herrmann, soll vor allem mit dem Thema Sicherheit Extrapunkte einfahren. Hier peilt die bayerische Schwester der CDU eine spürbar härtere Linie an. Das gilt auch für die Energiepolitik. Das europäische Klimaschutzziel, bis 2050 die Emissionen um mindestens 80 Prozent zu reduzieren, unterstützt die CSU in ihrem „Bayernplan“, einer Art Nebenwahlprogramm, zwar ausdrücklich. Und auch die Energiewende wird unterstützt, allerdings mit einem großen Aber versehen. So heißt es zum Beispiel: „Wir bewahren das einzigartige Bild unserer bayerischen Landschaft.“

Konkret hat die CSU auch schon gezeigt, was das heißt: Durch die Umstellung auf Erdverkabelung wird sich der Bau dringend benötigter neuer Stromleitungen um Jahre verzögern. Auch der Ausbau der Windkraft stockt in Bayern aufgrund restriktiver Abstandsregeln. Und: Anders als im gemeinsamen Programm mit der CDU fordert die bayerische Schwester ganz explizit eine „Strompreisbremse“, damit die Energiewende bezahlbar bleibe. Joachim Herrmann selbst ist beim Thema Energie übrigens so gut wie außen vor. Bis auf das eine oder andere Randthema, das als Innenminister aufs Tableau kam, hat er sich in dieser Frage persönlich nie positioniert. Das erledigt Kabinettskollegin Ilse Aigner, ebenfalls CSU.

 

 

 

 

 

Volker Kühn
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