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Thema Wind und Wende

13. Sep. 17

Der Energiewende-Check: Alice Weidel und Alexander Gauland

Sie applaudieren Donald Trump zum Ausstieg aus dem Klimavertrag, bezweifeln den Einfluss des Menschen auf die Erderhitzung und wollen das EEG abschaffen: Die AfD-Kandidaten vertreten Außenseiterpositionen.

Die AfD zieht mit einem Duo in den Bundestagswahlkampf: Alice Weidel und Alexander Gauland. Während Weidel den wirtschaftsliberalen Flügel vertritt, wird Gauland dem nationalkonservativen zugerechnet. Er urteilte bereits vor einigen Jahren: „Die Energiewende ist purer Aktionismus, schadet der deutschen Wirtschaft, ist handwerklich miserabel und den Bürgern gegenüber schlichtweg ungerecht.“

Für Donald Trumps Ankündigung, aus dem Pariser Klimaschutzvertrag auszusteigen, gab es kürzlich Unterstützung – ein Alleinstellungsmerkmal unter den größeren deutschen Parteien. „Donald Trump hat einen gewagten Schritt getan. Selbstverständlich ist es wichtig und richtig, unsere Umwelt weltweit zu schützen. Allerdings sollte dies hierbei im Idealfall nur im Einklang mit den nationalen Interessen der Staaten stattfinden“, teilte Gauland mit.

Das ist sogar noch deutlich schärfer. Dort wird infrage gestellt, ob der Klimawandel überhaupt durch den Menschen verursacht werde. Die wissenschaftlichen Voraussagen „basieren allein auf Rechenmodellen, die weder das vergangene noch das aktuelle Klima korrekt beschreiben können. Schon vor der Industrialisierung gab es Warm- und Kaltperioden, die sich nicht durch die zugehörige CO2-Konzentration der Luft erklären lassen“, heißt es in klarer Ablehnung.

„Wir wollen das Projekt der Dekarbonisierung über die Große Transformation beenden und den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung aufheben“, lautet konsequent die Forderung. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz müsse ersatzlos gestrichen werden. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der AfD: Sie möchte den Atomausstieg rückgängig machen. Die Laufzeiten sollten entsprechend des technischen Standards verlängert werden, fordert die Partei.

Volker Kühn
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