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Thema Mensch und Umwelt

27. Apr. 17

Die Arktis glüht: Bilder des Klimawandels

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Wer an Grönland denkt, hat Bilder wie dieses im Kopf: Gewaltige Eispanzer türmen sich über der Arktischen See, ein einsames Touristenboot erkundet die majestätische Kulisse. Doch in Zeiten des Klimawandels …
… verliert die riesiege Insel ihr eiszeitliches Gesicht. Der Landwirt Anders Iversen baut in Südgrönland Weißkohl und – wie passend – Eisbergsalat an. Selbst Erdbeeren wachsen inzwischen auf der Insel. Die Bauern gehören damit zu den Profiteuren des Klimawandels. Nirgendwo hinterlässt er so deutliche Spuren …
… wie in der Arktis. Im letzten Winter schlug das Wetter dort nie gekannte Kapriolen mit Temperaturen, die bis zu 30 Grad über dem Üblichen lagen. Seit der Jahrtausendwende war jedes Jahr im Schnitt mindestens 0,4 Grad wärmer als der Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Der Eisbär, das Symboltier des Klimawandels …
… leidet besonders darunter. Weil das Meereis im Sommer früher schmilzt, weicht er zunehmend aufs Land aus. In Nordkanada kommt es daher immer öfter zu gefährlichen Begegnungen mit Menschen. Hier wurden zwei Bären betäubt, die nun per Helikopter in entfernte Regionen gebracht werden. Anders als die Tierwelt …
… frohlockt die Öl- und Gasindustrie: Unter dem arktischen Eis werden gewaltige Rohstoffreserven vermutet. Der Klimawandel könnte ihre Erschließung erleichtern. Diese russische Plattform fördert bereits am Rande der Barentssee – in einem überaus sensiblen Ökosystem. Aber nicht nur im hohen Norden, …
… auch auf der Südhalbkugel zeigt sich die Macht des Klimawandel. Etwa am gewaltigen Upsala-Gletscher im argentinischen Teil Patagoniens. Er hat in den vergangenen 30 Jahren mehr als zehn Kilometer an Länge verloren und wird immer dünner. Ein anderer Gletscher dagegen …
… ist zuletzt gewachsen: der Perito-Moreno, ebenfalls in Patagonien. Das sei aber kein Beleg gegen den Klimawandel, meinen Experten. Die Temperaturen steigen auch hier, das Wachstum könnte an der speziellen Geologie des Gletschers liegen. Eindeutig eine Folge der Erderhitzung …
… ist dagegen das Steigen des Meeresspiegels. Es hat zwei Ursachen: das Abschmelzen der Gletscher und die Tatsache, dass sich Wasser bei zunehmenden Temperaturen ausdehnt. Zu den Leidtragenden zählen die Bewohner von Inseln, die sich nur knapp über das Meer erheben. Mit einer spektakulären Aktion …
… haben die Malediven bereits 2009 auf das drohende Versinken ihres Inselstaats aufmerksam gemacht: Das Kabinett hielt eine Sitzung unter Wasser ab. Die Meere steigen allerdings nicht nur, sie erwärmen sich auch. Die Folgen treffen unter anderem …
… Korallen. Sie wachsen nicht nur ausgesprochen langsam, sie brauchen auch lange, um sich an Klimaveränderungen anzupassen. Das derzeitige Tempo der Erderhitzung dürfte viele Korallenriffe überfordern. Unklar sind die Folgen des Klimawandels in einer ganz anderen Erdregion, …
… in der Sahelzone. Während das Gebiet am Südrand der Sahara seit Jahrzehnten mit Trockenheit kämpft, könnte es langfristig ergrünen. Grund sind sich verändernde Luftströmungen, die zu einer anderen Verteilung der Niederschläge in Afrika führen könnten. Regen im Überfluss erwarten die Forscher …
… für Regionen in Ostafrika. Zu den bereits heute am stärksten von Extremwetterereignissen getroffenen Ländern überhaupt zählt Mosambik. Das Foto zeigt eine Brücke, die von Überschwemmungen 2015 zerstört wurde. Verheerend sind auch …
… die immer häufiger auftretenden tropischen Wirbelstürme, im Atlantik Hurrikan genannt, im Indischen Ozean Zyklon und in Südostasien und dem Pazifik Taifun. Hier stehen Überlebende eines Taifuns auf den Philippinen für Hilfsgüter an. Während arme Länder …
… wie etwa hier das mittelamerikanische El Salvador nur schwer Vorsorge gegen solche extremen Wetterereignisse treffen können und ihnen oft weitgehend schutzlos ausgeliefert sind, bereiten sich reiche Länder …
… wie Deutschland intensiv auf die Folgen des Klimawandels vor – etwa durch höhere Deiche als Schutz vor Sturmfluten. Das Bild zeigt die Baustelle des Klimadeichs in Schleswig-Holstein. Daneben wird vielerorts die Kanalisation ausgebaut, denn …
… Klimaforscher prophezeien, dass es auch in Deutschland immer öfter Starkregen und Überschwmmungen wie hier in Düsseldorf geben wird. Früher sprach man bei solchen Ereignissen vom „Jahrhundertregen“. Doch der Ausdruck passt angesichts des Klimawandels nicht mehr.

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