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Thema Mensch und Umwelt

31. Jul. 17

Stromfresser oder Sparwunder?

Die Wenigsten wissen, welche jährlichen Energiekosten die Elektrogeräte verursachen, die sie im Alltag verwenden. Unsere Übersicht nennt typische Durchschnittswerte für neun Geräte bei einem angenommenen Strompreis von 29 Cent je Kilowattstunde.

Waschmaschine

Die Energiekosten hängen nicht nur von Gerätetyp und Anzahl der Waschgänge pro Monat ab, sondern auch von der gewählten Wassertemperatur und der Kleidermenge. Für eine Maschine der höchsten Effizienzklasse A+++ mit einem Fassungsvermögen von acht Litern, fallen in der Regel im Jahr rund 150 Kilowattstunden an; bei einem älteren A+-Gerät hingegen sind es schon bis zu 220. Macht bei einem Strompreis von 29 Cent je Kilowattstunde gut 44 bis 64 Euro im Jahr.

Staubsauger

Auch beim Staubsauger entscheiden natürlich Nutzerverhalten und Effizienzklasse über Energieverbrauch und Kosten. Kommt ein Staubsauger mit etwa 1200 Watt Leistung einmal in der Woche eine Stunde zum Einsatz, kostet das bei 29 Cent pro Kilowattstunde rund 18 Euro im Jahr. Anders als bei Teppich reichen bei glatten Bodenflächen wie Linoleum oder Parkett übrigens oft schon 800 Watt Leistung, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen – so lässt sich auch sparen.

Fernseher

In den meisten Haushalten stehen mittlerweile LED-Flachbildfernseher, die teilweise nur noch 50 Watt Leistungsaufnahme haben. Die meisten Geräte bewegen sich aber zwischen 90 und 150 Watt, wodurch bei einer angenommenen Betriebszeit von drei Stunden am Tag jährlich zwischen 28,50 Euro und 48 Euro Stromkosten anfallen.

Wasserkocher

Ein Wasserkocher muss in wenigen Minuten eine hohe Heizleistung bringen, weshalb die meisten Geräte bis zu 2000 Watt Leistungsaufnahme haben. Läuft das Gerät zehn Minuten am Tag, kostet es den Haushalt im Jahr rund 21 Euro. Wer den Wasserkocher regelmäßig entkalkt, sorgt dafür, dass das Gerät optimal läuft und nicht durch Kalk länger zum Kochen braucht als nötig.

Kühlschrank

Der Verbrauch wird nicht nur von Größe, Inhalt und der Ausstattungen wie etwa einem Eisfach beeinflusst, sondern auch davon, wie warm der Raum ist, in dem der Kühlschrank steht und wie oft er geöffnet wird – je seltener, desto besser. Zwischen Alt- und Neugeräten liegen große Unterschiede: Während Kühlschränke, die älter als zehn Jahre sind, bis zu 400 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen und damit rund 115 Euro kosten, gibt es A+++-Geräte, die nur noch auf 120 Kilowattstunden kommen und mit 35 Euro zu Buche schlagen.

Smartphone

Die meisten Smartphones müssen einmal am Tag geladen werden. Im Alltag fühlt sich das viel an, aber tatsächlich kostet ein Ladevorgang wenig: Netzgeräte haben eine Leistung zwischen fünf und zehn Watt, bei vier Stunden Ladezeit am Tag und einem Strompreis von 29 Cent verbraucht das Handy Strom zwischen zwei und vier Euro im Jahr – wenig, wenn man bedenkt, wie oft die Geräte im Alltag zum Einsatz kommen.

Elektroherd

Ein Elektroherd braucht viel Strom, um die Platten schnell auf Kochtemperatur zu bringen. Deshalb haben moderne Geräte zwischen 4000 und 8000 Watt Leistung. Wird am Tag eine halbe Stunde gekocht, werden zwei bis vier Kilowattstunden verbraucht und damit Kosten von 210 beziehungsweise 420 Euro im Jahr verursacht. Zwar kommen Gas- und Induktionsherde auf geringere Energiekosten, sie sind in der Anschaffung teurer.

Föhn

In vielen deutschen Badezimmern wird nach der Morgendusche fünf bis zehn Minuten der Föhn eingeschaltet. Was das kostet, hängt natürlich von der Leistung des jeweiligen Geräts und dem Modus in dem er genutzt wird ab. In der Regel hat ein Föhn 1000 bis 2000 Watt, weshalb bei zehn Minuten Föhnen am Tag Kosten von zehn bis 20 Euro im Jahr zusammenkommen.

Geschirrspüler

Die Unterschiede bei Geschirrspülern sind groß, da alte Modelle noch einen sehr hohen Verbrauch haben. Neue Geräte mit hoher Effizienzklasse verbrauchen pro Spülgang etwa 1,2 Kilowattstunden und damit bei täglicher Nutzung gut 450 Kilowattstunden im Jahr – macht 130 Euro auf der Stromrechnung. Immerhin: Ein moderner Spüler im Sparmodus verursacht meist weniger Wasser- und Stromkosten, als wenn man selbst abwäscht.

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