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Thema Mensch und Umwelt

27. Sep. 17

Klimaschutz im Kleinen: Fünf Vorkämpfer

Der Kampf für eine lebenswerte Umwelt muss sich nicht immer in spektakulären Aktionen zeigen. Es sind die kleinen, oft ehrenamtlichen und lokalen Initiativen, die zeigen, dass das Thema längst beim Bürger angekommen ist. Wir stellen fünf vorbildliche Projekte vor.

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Quelle: Gleb Polovnykov

Green City

Der Verein Green City streitet seit 1990 mit über 1500 Mitgliedern für ein grüneres München. Er setzt sich etwa für stadtverträgliche Mobilität und einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie ein: „Unser Ziel ist, den motorisierten Individualverkehr und den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu reduzieren.“ So hat der Verein zusammen mit anderen Organisationen ein Bürgerbegehren für bessere Luft gestartet und seine Forderungen in den Plan zur Luftreinhaltung der Stadtrats eingebracht.

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Quelle: Ralf Wimmer

Klimaretter – Lebensretter

Klimaschutz im Gesundheitswesen – dieses Thema spielt bislang kaum eine Rolle. Das Projekt „Klimaretter – Lebensretter. CO2 sparen im Gesundheitswesen“ gibt den Beschäftigten der Branche nun per Onlinetool die Chance, ohne viel Aufwand am Klimaschutz mitzuwirken: Die CO2-Ersparnis, etwa durch Ausschalten des Lichts oder Nutzung von Recyclingpapier, wird addiert und grafisch dargestellt. Ziel des Projekts der Stiftung Viamedica ist es, Nachhaltigkeit und Ökologie ins Gesundheitswesen zu bringen.

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Quelle: BerlinIckLiebeDir

KLib

Seit Jahresbeginn versuchen 100 Haushalte in Berlin, ihren persönlichen CO2-Fussabdruck zu reduzieren – in allen Lebensbereichen um insgesamt rund 40 Prozent. Im Rahmen des vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung geleiteten Projekts KLib erhalten sie über einen Carbon-Tracker ein Feedback zu ihrem Fußabdruck, berichten über Probleme und erhalten Beratung. Unterstützt von Berliner Firmen und Organisationen sollen so Möglichkeiten zur Senkung der Emissionen für Privathaushalte ausgelotet werden.

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Quelle: Markus Spiske

Die Urbanisten

Die Urbanisten aus Dortmund setzen beim Klimaschutz zum Beispiel auf Urban Gardening. „Warum kaufe ich überhaupt noch im Supermarkt ein?“, fragten sich etwa die Initiatoren des Westgartens, in dem seit Juni in elf Hochbeeten gesät, gejätet und geerntet wird. Anfang Oktober gibt es sogar ein kleines Erntedankfest. Kurz darauf starten Winterworkshops, die von den Urbanisten organisiert und von der Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums finanziert werden.

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Quelle: Schosse-sitzer

MoorFutures

Moore sind die effektivsten Kohlenstoffspeicher auf der Erde, sie speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie in den Wäldern weltweit enthalten ist. Mit dem Kauf von sogenannten Kohlenstoffzertifikaten des Projekts MoorFutures beteiligen sich Interessierte an der Finanzierung von Moorprojekten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder Schleswig-Holstein. Die ökologischen Wertpapiere sollen die Eigenschaft der Moore, Kohlenstoff zu speichern, quantitativ beschreiben. Ein Zertifikat steht für eine Tonne CO2.

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