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Thema Mensch und Umwelt

30. Jul. 17

Bedrohte Paradiese: Diese zehn Traumziele könnten dem Klimawandel zum Opfer fallen

Einzigartige Ökosysteme, atemberaubende Landschaften, herausragende Bauwerke – überall auf dem Planeten gibt es Orte und Regionen, nach denen sich Menschen aus aller Welt sehnen. Doch der Klimawandel könnte viele von ihnen unwiederbringlich zerstören.

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Quelle: Keith Halstead

Die Gletscher der Alpen

Sie sind eines der beliebtesten Wintersportparadiese in Europa. Ob in Süddeutschland, der Schweiz, Österreich oder Norditalien: Die Pisten auf den Gletschern der Alpen ziehen Jahr für Jahr unzählige sportbegeisterte Touristen an. Immer öfter rückt allerdings bereits heute der Saisonstart aufgrund fehlenden Schnees nach hinten. Die Pisten müssen aufwendig mit Schneekanonen präpariert werden. Die Prognosen sind schlecht: Bereits im Jahr 2050 könnten die Gletscher der Alpen durch die globale Erwärmung verschwunden sein.

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Quelle: Picture-Alliance

Das Wattenmeer

Vor Jahrhunderten durch schwere Sturmfluten entstanden, ist das Wattenmeer an der schleswig-holsteinischen und niedersächsischen Küste ein weltweit einzigartiges Naturparadies. Pro Quadratmeter beheimatet es bis zu 100.000 Muscheln, Würmer und andere Kleinlebewesen. Kein Wunder, dass viele Zugvögel hier eine Rast einlegen und viele heimische Wasservögel wie Möwen, Austernfischer und Strandläufer brüten. Doch auch dieses Paradies ist durch den Klimawandel bedroht: Steigt der Meeresspiegel schnell an, bleibt der Meeresboden auch bei Ebbe unter Wasser. Die Nahrungsquelle versiegt.

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Quelle: Picture-Alliance / dpa

Die Halligen

Die Halligen vor Schleswig-Holsteins Küsten sind ein Sinnbild für den Menschen im Kampf mit den Naturgewalten. „Land unter“ heißt es mehrmals im Jahr, sodass nur die leichten Anhöhen – die sogenannten Warften – aus dem Meer hinausblicken. Touristen können hier die Abgeschiedenheit suchen und einzigartige Erfahrungen sammeln. Wenn der Meeresspiegel allerdings weiter steigt, werden die Halligen irgendwann verschwinden. Zunächst wird die Landwirtschaft auf den kleinen Inseln nicht mehr möglich sein, schließlich werden sie ganz von der See verschlungen.

4Die Venezianer sind seit Jahrhunderten gewohnt mit „nassen Füßen zu leben“. Doch der Klimawandel verschärft das Problem.
Quelle: energie-winde · Timour-Chafik

Venedig

Romantische Gondelfahrten, einzigartige Bauwerke – auch diese Idylle im Nordosten Italiens wird untergehen. Bereits die großen Kreuzfahrtschiffe haben der auf Pfählen errichteten Hafenstadt durch zusätzliche Strömungen schwer zugesetzt. Venedig ist in den vergangenen 100 Jahren um 23 Zentimeter abgesackt. Im Zusammenspiel mit dem steigenden Meeresspiegel könnte das den Untergang der einzigartigen Stadt bedeuten. Schon heute hat sich die Zahl der Überschwemmungen, die in Venedig auftreten, im Vergleich zum Jahr 1900 versechsfacht.

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Quelle: Upyernoz

Timbuktu

Zugegeben: Die Stadt ist eher ein Ziel für sehr abenteuerlustige Touristen. Dennoch ist Timbuktu in Mali einzigartig. Die Gebäude sind aus Lehm gebaut. Darunter auch drei historische Moscheen, die im Zeitraum zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert entstanden sind. Die immer extremeren klimatischen Bedingungen drohen inzwischen allerdings, die jahrhundertealten Bauwerke für immer zu zerstören. Der Wechsel zwischen immer größerer Hitze und starken Regenfällen setzt der natürlichen Bausubstanz zu.

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Quelle: KPFC

Olympia

Die Geburtsstätte der olympischen Spiele – das antike Olympia in Griechenland – ist ein echter Touristenmagnet. Die antike Stadt droht allerdings ein Opfer des Klimawandels zu werden. In den vergangenen Jahren verursachten immer häufiger auftretende Hitzewellen eine wahre Serie an Waldbränden. Besonders schlimm war es im Jahr 2007, als unter anderem 64 Menschen in den Flammen ihr Leben verloren. Die Brände rückten auch nah an die antiken Stätten heran, die damals allerdings – noch – verschont blieben.

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Quelle: Picture Alliance / AP Photo

Das Great Barrier Reef

Es ist das größte Korallenriff der Erde, ein Paradies für Sporttaucher und Unterwasserfotografen. Durch die ansteigenden Wassertemperaturen ist das Great Barrier Reef allerdings in größter Gefahr. In den letzten 30 Jahren wurde bereits die Hälfte aller Korallen des sensiblen Ökosystems zerstört. Im Jahr 2030 könnte das Riff mit seinen mehr als 600 Arten bereits ganz verschwunden sein.

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Quelle: Picture-Alliance / Blickwinkel

Der Kilimandscharo

Er ist das höchste Gebirgsmassiv Afrikas: Der schneebedeckte Gipfel des Kilimandscharos ist eines der beliebtesten Touristenziele in Tansania. Er könnte allerdings schon bald einiges an Attraktivität einbüßen, denn auch die Gletscher auf dem Kilimandscharo sind vom Abschmelzen bedroht. 80 Prozent der Eismassen waren zu Beginn des neuen Jahrtausends bereits verschwunden. Schon 2020 könnten sie den darunterliegenden nackten Fels komplett freigegeben haben.

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Quelle: Harald Süpfle

Die Wüste Namib

Die Namib in Namibia ist eine der ältesten Wüsten der Welt und zeichnet sich durch ihre Wanderdünen aus. Unter dem Wüstenboden lagern riesige Wasservorräte. Durch die globale Erwärmung drohen diese auszutrocknen. Die Folgen wären verheerend. Zunehmende Sandstürme bedrohen nicht nur die einzigartige Naturlandschaft und Tierwelt, sondern gefährden auch die dort lebenden Menschen.

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Quelle: Picture-Alliance / Nurphoto

Die Malediven

Das Inselatoll der Malediven ist ein Sehnsuchtsort vieler Urlauber. Weiße Traumstrände und azurblaues Wasser stehen für pure Entspannung. Diese Welt ist jedoch dem Untergang geweiht. Von den rund 1200 Inseln der Malediven liegen mehr als 900 gerade einmal einen Meter über dem Meeresspiegel. Steigt er an, verliert die Inselgruppe bis zu 80 Prozent ihrer Landfläche.

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