Softskills

Als Softskills bezeichnet man persönliche und soziale Kompetenzen, die in vielen Berufen gefragt sind. Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Leistungsbereitschaft gehören dazu.

Schütz

Das Schütz, auch Schaltschütz, ist ein elektrisch oder pneumatisch betätigter Schalter für große elektrische Leistungen, also ein großes Relais, das sehr hohe Ströme schalten kann.

Solarthermischer Kollektor

Ein solarthermischer Kollektor ist ein spezielles Solarmodul, das Wärme erzeugt. Es hat typischerweise eine Fläche von etwa zwei Quadratmetern, ist verglast und enthält eine blaue oder schwarze Absorberfläche, die das Sonnenlicht auffängt und in Wärme umwandelt. Durch dünne Rohre unter der Absorberfläche fließt Wasser, das die Wärme abführt, sodass sie im Warmwasserbehälter gespeichert werden kann. Zwei Module reichen im Sommer zur Versorgung eines Haushaltes mit Warmwasser aus.

Seediensttauglichkeitszeugnis

Seeleute benötigen für ihre Tätigkeit an Bord eines Seeschiffes ein Seediensttauglichkeitszeugnis. Sie regelmäßig ihre körperliche und geistige Fitness für einen Einsatz an Bord von Seeschiffen - die Seediensttauglichkeit - nachweisen. Bei längeren Seereisen auf hoher See kann tagelang nicht auf medizinische Versorgung von Land aus zurückgegriffen werden, weil der Einsatzradius von Rettungshubschraubern und Seenotkreuzern begrenzt ist.

Schwimmende-Windturbine

Wenn die Wassertiefe so groß ist, dass die Errichtung eines Bauwerks auf dem Meeresgrund zu aufwendig wäre, sind schwimmende Windturbinen eine sinnvolle Möglichkeit, auf dem Meer Strom zu erzeugen. Verschiedene Konstruktionen werden zurzeit erprobt. Die einfachste Lösung besteht aus einem etwa 100 Meter langem Rohr (Spar Buoy), das senkrecht im Wasser schwimmt und im unteren Drittel mit etwa 1000 Tonnen Ballast gefüllt ist. Es wird mit Ketten oder Stahlseilen am Meeresboden verankert.

Seekabel

Durch das Seekabel fließt der Strom vom der Umspannstation oder der Konverter-Station an Land. Damit es nicht durch Anker oder Schleppnetze beschädigt werden kann, wird es etwa einen Meter tief in den Meeresgrund eingegraben.

Standarduntersuchungs-konzept

Bevor ein Offshore-Windpark genehmigt werden kann, muss geprüft werden, ob er die Meeresumwelt über Gebühr gefährdet. Dazu hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eine genaue Prozedur entwickelt: das Standarduntersuchungskonzept, kurz StUK. Dabei ist der Betreiber verpflichtet, die Tierwelt im gewählten Gebiet über einen längeren Zeitraum beobachten zu lassen. Dabei wird zum Beispiel beobachtet, welche Vogelarten vorkommen oder auch welche Meeressäuger. Auch während des Baus und der ersten Betriebsphase muss die Tierwelt im Auge behalten werden. Das BSH sammelt die Daten, um zu möglichst fundierten Aussagen über die ökologischen Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen zu kommen.

Service Operation Vessel

Ein Service Operation Vessel (kurz: SOV) ist ein für die Offshore-Windindustrie optimiertes Schiff, das für die technische Wartung von Windparks auf dem Meer eingesetzt wird. Daher verfügt es neben Platz an Deck für Ersatzteile und einem starken Kran auch über Crew-Unterkünfte. Hintergrund ist, dass Servicemitarbeiter meist bis zu zwei Wochen im Einsatz auf dem Meer bleiben. So verbindet es die Eigenschaften von klassischen Hotel- und Transportschiffen. Ein weiterer Vorteil ist eine spezielle Gangway, die ausgefahren werden kann und vom Schiff zur Windenergieanlage führt. Die Techniker müssen nicht mehr in Booten zur Turbine übersetzen.

Schiffshülle

Der Begriff Schiffshülle beschreibt den eigentlichen Schwimmkörper eines Schiffes. Dazu gehören Bordwände und Deck. Aus Sicherheitsgründen unterteilen senkrechte Trennwände den Schiffskörper. Seit einigen Jahren müssen Tankerneubauten mit einer sog. Doppelhülle konstruiert werden. Sie soll verhindern, dass – beispielsweise durch einen Zusammenstoß – Öl durch Öffnungen in der Hülle austritt. Die Schiffshülle ist aufgrund der Klimadebatte Gegenstand vieler Studien. Sie ist die wichtigste Stellschraube für einen sparsamen Betrieb.

Schwerkraftfundament

Ein Schwerkraftfundament ist ein Gründungskörper aus Beton, der auf dem zuvor planierten Meeresboden abgesetzt wird. Allein aufgrund seines Eigengewichts kann er den Belastungen durch Wind und Wellen stand halten. Schwerkraftfundamente werden zurzeit bis 45 Meter Wassertiefe eingesetzt.

 

Suction Bucket / Saugpfahl

Das Suction Bucket ist eine Fundamentart für Windturbinen mit einem quaderförmigen oder zylindrischen Hohlkörper. Dieser wird ähnlich wie eine Saugglocke mit der Öffnung nach unten auf dem Meeresboden abgesetzt. Durch die Erzeugung von Unterdruck saugt sich das Fundament in den Boden ein und der von außen wirkende Wasserdruck bewirkt, dass der Hohlkörper in den Meeresboden einsinkt und dort fest gegründet wird.

 

Strombörse EEX

Die Strombörse (EEX = European Energy Exchange) mit Sitz in Leipzig entstand im Jahr 2002 durch die Fusion der deutschen Strombörsen Frankfurt und Leipzig. Sie ist ein organisierter Markt für Strom, der ähnlich wie eine Wertpapierbörse funktioniert. Als Produkte werden zeitlich abgegrenzte Mengen an Strom gehandelt. Der Handel ist sehr kurzfristig orientiert, weil beispielsweise Wetterprognosen die Mengen von anfallendem Solar- und Windstrom vorhersagen.

Stromeinspeisegesetz

Das Stromeinspeisegesetz ist der Vorläufer des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Vater dieses Gesetzes war 1990 der damalige CSU-Bundestagsabgeordnete und Wasserkraftproduzent Matthias Engelsberger. Das Gesetz trat am 1. Januar 1991 in Kraft. Darin wurden die Stromversorger verpflichtet, einen festen Preis an die Erzeuger von Ökostrom zu zahlen. Die Förderung wurde auf Anlagen mit einer Maximalkapazität von 5 Megawatt beschränkt. Die Versorger durften die Kosten auf die Stromrechnungen der Verbraucher umlegen. Für jede Kilowattstunde Ökostrom, die in die Netze floss, gab es nun mindestens 13,84 Pfennig, für Strom aus Wind- und Sonnenenergie sogar 16,61 Pfennig. Im Jahr 2000 machte die rot-grüne Regierung aus dem Gesetz das EEG. Die Sätze für weniger konkurrenzfähige Energiequellen wie Solarenergie, Biogas und Geothermie wurden stark erhöht.