Emissionshandel

Der EU-Emissionshandel (European Union Emissions Trading System) ist ein Instrument der EU-Klimapolitik, um Treibhausgasemissionen unter möglichst geringen volkswirtschaftlichen Kosten zu senken. Das System sieht vor, dass die verpflichteten Unternehmen für jede Tonne emittiertes Kohlenstoffdioxid ein handelbares und unbegrenzt gültiges Zertifikat kaufen müssen, wobei es nur eine begrenzte Menge an neuen Zertifikaten pro Jahr gibt. Durch eine europaweit festgelegte maximale Emissionsmenge wird eine Minderung des Ausstoßes erzwungen, wobei es dem Markt überlassen bleibt, auf welche Weise diese Verminderung erzielt wird. Der EU-Emissionshandel ist der erste grenzüberschreitende und weltweit größte Emissionsrechtehandel und soll als Vorreiter eines möglichen globalen Systems fungieren.

Energiewirtschaftsgesetz-EnWG

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) trat erstmals 1935 in Kraft und enthält grundlegende Regelungen zur Energieversorgung in Deutschland. Sein Zweck ist eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung der Bürger mit Elektrizität und Gas, die zunehmend auf erneuerbaren Energien beruht. Daher finden sich im Gesetz zahlreiche Regelungen über die Regulierung der Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze, den Netzausbau und die zuverlässige Versorgung der Verbraucher.

EEG

EEG ist die Abkürzung für Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das EEG wurde im März 2000 vom Bundestag verabschiedet, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern. Das Gesetz regelt die Vergütung für den Strom, der aus Solarenergie Windenergie, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme erzeugt wird. Das EEG ist das wichtigste Gesetz der Energiewende und wurde seit 2000 mehrfach novelliert (zuletzt 2014, siehe EEG 2.0).

Einspeisepunkt

Der Einspeisepunkt ist der Punkt, an welchem eine Stromerzeugungsanlage Strom in das Netz einspeist. Im Offshore-Bereich ist der Einspeisepunkt der Verknüpfungspunkt des Seekabels mit dem bundesweiten Stromnetz. Die Verknüpfung erfolgt meist durch eine an der Küste installierte Umspannstation.

Einspeisemanagement

Das Wort Einspeisemanagement beschreibt die zeitweise Reduktion der Einspeiseleistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen, Kraft-Wärme-Kopplung- und Grubengasanlagen. Gemäß Paragraph 14 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes dürfen Netzbetreiber diese an ihr Netz angeschlossenen Anlagen regeln. Das ist insofern sinnvoll, da die Stromnetze bei Maximalleistung der Windkraftanlagen in einigen Regionen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Durch das „Abregeln“ tragen die Netzbetreiber Sorge dafür, dass die Kapazitätsgrenzen der Stromnetze nicht überschritten werden.

Errichterschiff

Ein Errichterschiff ist ein spezielles für die Gründung und den Aufbau von Offshore-Windenergieanlagen gebautes Arbeitsschiff. Es ist unter anderem mit einem Schwerlastkran und starken Motoren ausgestattet. Es besitzt außerdem Hubvorrichtungen, um unabhängig vom Seegang arbeiten zu können. Das heißt, dass sich das Schiff auf vier bis sechs ausfahrbaren Beine gründen und aus dem Wasser heben kann. In der Fachsprache heißt das „aufjacken“. Daher werden diese Schiffe oft auch Jack-up Schiffe genannt.

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage ist ein Teil des Strompreises und fördert die Anlagen, die aus Wind, Sonne und Co. Strom produzieren. Jedes Jahr wird die Höhe dieses Betrages von den Betreibern der Hochspannungsnetze festgelegt. Dabei wird geschätzt, wie sich der weitere Ausbau entwickelt. Dieser Betrag wird dann auf die Stromkunden verteilt. Stromverbraucher finanzieren so den Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor.
2013 lag die Abgabe bei 5,3 Cent, in 2014 beträgt sie 6,24 Cent pro Kilowattstunde. 2015 sinkt die EEG-Umlage auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde.

 

EEG 2.0

Die jüngste Reform der Grünstromförderung wird von dem amtierenden Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) EEG 2.0 genannt. Die Nummer 2.0 wird in diesem Zusammenhang in Anlehnung an die Versionsnummern von Softwareprodukten verwendet. Dies steht für eine neue Generation und grenzt von früheren Nutzungsarten ab. Das neue EEG beinhaltet nun Korridore die beschreiben, wie schnell die jeweiligen Erneuerbare-Energien-Kraftwerke ausgebaut werden sollen.

Einspeisevergütung

Der Begriff Einspeisevergütung ist eine zentrale Komponente des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG).  Eine staatlich festgelegte Vergütung von Strom, fördert bestimmte Arten der Stromerzeugung. In der Regel handelt es sich dabei um Erneuerbare Energien, d. h. Windkraft-, Solar, Wasserkraft-, Geothermie- und Biomasseanlagen, allerdings erhalten in manchen Staaten auch andere Arten der Stromerzeugung eine Einspeisevergütung.Die für 20 Jahre garantierte Vergütung für Strom aus Erneuerbare Energien, den der Betreiber einer Anlage ins öffentliche Netz einspeist, dient als Anschubfinanzierung für die neuen Energie-Technologien. Dem technischen Fortschritt folgend wird diese Vergütung stufenweise heruntergefahren. Eine Umlage unter den Stromkunden finanziert dieses System.

Externe Kosten

Externe Kosten ist der volkswirtschaftliche Begriff für Kosten, die außerhalb eines betrachteten Systems anfallen. Der Begriff wird häufig verwendet im Zusammenhang mit ökologischen und sozialen Kosten. Ein Beispiel dafür sind Umwelt- und Gesundheitsschäden, die durch den Abbau und die Verfeuerung von Kohle entstehen. Sie werden auch durch die Preise der CO2-Emissionszertifikate im europäischen Handelssystem bei weitem nicht abgedeckt. Die Preise für die Zertifikate liegen bei gut 5 Euro je Tonne. Das Umweltbundesamt beziffert aber die gesamtwirtschaftlichen Kosten der Emission, also einschließlich der externen Kosten, auf 80 Euro je Tonne. Soll anhand von Marktpreisen die Knappheit von Gütern abgebildet werden, müssen die externen Effekte einbezogen (Fachbegriff: internalisiert) werden.