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27. Feb. 17

Rekorde der Windkraft

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Die stärkste Anlage der Welt baut das Gemeinschaftsunternehmen MHI Vestas Offshore Wind. Die Maschine mit dem etwas trockenen Namen V164-8.4 MW hat 8,4 Megawatt Nennleistung. Unlängst toppte sie ihren Output und kam binnen 24 Stunden sogar auf neun Megawatt.
Den höchsten Turm für ein Windrad an Land baut der Max-Bögl-Konzern aus Sengenthal (Bayern). Er klettert auf fast 164 Meter Nabenhöhe. Die Flügelspitzen reichen bis zu 240 Meter in den Himmel. Diese Höhe erreicht auch eine Anlage in Gaildorf (Baden-Württemberg). Dort steht der Windradturm aber auf einem 40 Meter hohen Betonfundament.
Das längste Rotorblatt wurde unlängst bei LM Wind Power im dänischen Lunderskov fertiggestellt. Es misst 88,4 Meter und wurde speziell für die Windturbine AD 8-180 konstruiert – eine Offshore-Anlage mit einer Nennleistung von 8 MW und einem Rotordurchmesser von 180 Metern.
Der leistungsstärkste Windpark an Land entsteht derzeit am Rand der Wüste Gobi in China und heißt Gansu. Schon Ende 2012 erreichte die Mega-Windfarm die Rekordmarke von 6000 Megawatt, aktuell sind es 7900. Täglich werden 35 Turbinen aufgestellt, mehr als 3500 sollen es am Ende sein. Geplante Leistung im Jahr 2020: 20.000 Megawatt.
Der größte Windpark auf See ist mit 630 Megawatt London Array, vor der Ostküste Englands. Insgesamt besteht die Windfarm aus 175 Anlagen. Am 4. Juli 2013 wurde London Array vom damaligen Premierminister David Cameron offiziell eröffnet.
Der größte schwimmende Windpark entsteht gerade 25 Kilometer vor der Küste Schottlands. Hywind Scotland wird aus fünf Siemens-Windrädern bestehen, die jeweils eine Leistung von sechs Megawatt haben. Die Schwimmer, die die Maschinen tragen, sind jeweils 258 Meter lang, 14 Meter dick und rund 2000 Tonnen schwer.
Europas höchstgelegener Windpark steht rund 2500 Meter hoch in den Schweizer Alpen. Die vier Windräder kommen auf eine Nennleistung von 9,2 Megawatt.
Der stärkste Raupenkran für Windräder stammt aus der Produktion von Liebherr in Ehingen. Der LR 11000 kann bis zu 1000 Tonnen heben. Bei einem seiner ersten Einsätze hievte er ein 220 Tonnen schweres Maschinenhaus auf einen 130 Meter hohen Turm. Weniger rekordverdächtig ist er im Fahrmodus unterwegs: mit durchschnittlich 1,36 Stundenkilometern.

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