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14. Mär. 17

Errichterschiffe: Kolosse zum Bau von Offshore-Windparks

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Errichterschiffe sind Spezialschiffe für die Montage von Offshore-Windkraftanlagen. Sie sind in der Lage, mittels sogenannter „Hubbeine“ (engl. Jack-up-legs) in Wassertiefen von bis zu 40 Metern unabhängig vom Seegang zu arbeiten. Das gesamte Schiff mitsamt Ladung kann angehoben werden.
Mit einem Schwerlastkran, der bis zu 1.500 t heben kann, können gleichzeitig alle Komponenten für bis zu vier Windkraftanlagen aufgeladen werden. Die Türme, Gondeln und Rotorblätter werden in speziell dafür vorgesehene Halterungen verladen, um sie dann später auf See zu montieren.
Errichterschiffe verfügen über einen eigenen Antrieb und können so mit bis zu 15 Knoten ihr Einsatzgebiet ansteuern.
Am Einsatzort angelangt werden die Hubbeine ausgefahren. Sie heben das Schiff mit samt seiner Ladung auf bis zu 20 Meter Höhe. Durch das Eigengewicht wird das Schiff zudem sicher am Meeresgrund stabilisiert und kann dann mit den Montagearbeiten der Windkraftanlagen beginnen.
Auf dem Errichterschiff befindet sich genügend Raum für Monteure, Crew und Verpflegung, sodass es tagelang auf See bleiben kann. Es verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz über den die Crewmitglieder oder Rettungskräfte ein- und ausgeflogen werden können.

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