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13. Sep. 16

Die größten Offshore-Windparks der Welt

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Der Windpark „West of Duddon Sands” macht den Anfang unserer Rekordliste. In der Irischen See, 14 Kilometer vom Festland entfernt, sorgen seine 108 Windkraftanlagen für sauberen Strom. Die Anlagen haben eine installierte Leistung von 389 Megawatt. In Betrieb ist der Windpark der Firmen ScottishPower Renewables und DONG Energy seit dem Jahr 2014.
Den vierten Platz teilen sich gleich drei Windparks mit je 400 Megawatt Leistung. Der erste ist „Anholt” vor der Ostküste Jütlands. Seit 2013 ist er der größte Offshore-Windpark Dänemarks. Der Windpark der Firma DONG Energy versorgt umgerechnet rund 400.000 dänische Haushalte mit Strom und deckt damit etwa vier Prozent des dänischen Stromverbrauchs ab.
Ebenfalls im Jahr 2013 wurde der Windpark „BARD Offshore 1” in Betrieb genommen. Der erste kommerzielle deutsche Offshore-Windpark liegt circa 89 km vor der Nordseeinsel Borkum. Auf einer Fläche von 59 km² befinden sich 80 Windturbinen. Der Betreiber Ocean Breeze Energy überwacht den Park vom ostfriesischen Emden aus.
Auch „Global Tech I” setzt auf 80 Windturbinen der 5-Megawatt-Klasse. Der Offshore-Windpark der Firma Global Tech 1 aus Hamburg liegt gut 100 Kilometer vor Borkum und ist seit Sommer 2015 in Betrieb. Im Frühling 2016 knackte er die Marke von einer Terrawattstunde erzeugter Energie.
Bronze sichert sich „Greater Gabbard”, der im Jahr 2012 vollständig in Betrieb ging. Damit ist er der älteste Offshore-Windpark in der Liste. Die 140 Turbinen haben eine Leistung von 504 Megawatt, was ihn bei Inbetriebnahme zum größten Windpark der Welt machte. Mit einer Fläche von 147 km² - aufgeteilt in zwei Teilflächen etwa 23 Kilometer vor der Küste Suffolks - ist er der flächenmäßig größte in der Liste. Eigentümer sind die Unternehmen Scottish and Southern Energy und RWE Innogy.
„Gwynt y Môr” – walisisch für Wind im Meer – liegt in der Liverpool Bay vor der Küste von Nordwales. Im Juni 2015 gingen die 160 Turbinen, mit einer Nennleistung von insgesamt 576 Megawatt, offiziell in Betrieb. Finanziert wurde das Projekt durch RWE Innogy, die Stadtwerke München GmbH und die Siemens AG.
Platz Eins der Liste ist „London Array” vor der Ostküste Englands mit 630 Megawatt. 2013 durch Premier David Cameron eröffnet, bildet er noch immer den größten Offshore-Windpark der Welt. Seine 175 Turbinen können umgerechnet über eine halbe Million Haushalte mit grünem Strom versorgen. Betreiber sind Dong Energy, E.ON UK Renewables sowie Masdar und CDPQ.
Offshore-Wind ist eine schnell wachsende Branche. Asien und Nordamerika als neue Märkte werden die Zukunft von Offshore-Wind und den Wachstum der Branche wesentlich beeinflussen. Der nächste Rekordhalter wird allerdings in Europa gebaut. DONG Energys „Horn Sea One” wird mit seinen 1,2 Gigawatt der mit Abstand größte Offshore-Windpark der Welt werden. Rund eine Million britische Haushalte werden allein von diesem Park mit Strom versorgt werden. Geplant ist die Inbetriebnahme für das Jahr 2020.

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